Seminar Bericht von Eric Nitschke:

Hallo liebe Kampfsport-Gemeinde,

nachdem nun das Seminar “Bodenkampftechniken für die Straße” mit Chef-Instructor Michael Rüppel von Krav Maga Street Defence imFit & Fight Sports Club in Viersen zu Ende ist, möchte ich euch meineEindrücke mitteilen.

Zunächst einmal war zuvor die herrschende Meinung derTeilnehmer, das es mit Michael wie immer gut wird, aber sicher zu dem Themanicht viel Neues kommen wird. Kennt man ja alles, da nur 2 Arme und 2 Beine -liest man ja auch oft drüber, wenn es in “Hybrid-Debatten” mal wiederhoch her geht.

Nun gut, dass es mit den 2 Armen und 2 Beinen eher eineScheißhausparole ist, war mir schon immer klar – sonst könnte man ja auchsagen, dass Männer nur einen Sch**** haben, dass wird dann für die Frauen schonalles sehr ähnlich sein …

Aber lassen wir dass, allesamt, insbesondere ich, warenvon dem Aufbau des Seminars und den gezeigten Techniken, nebst Drills,Erklärungen und “Spielchen” absolut begeistert.

Michael hat insbesondere Themen intensiv behandelt, diewir im Elite Combat Program nur sehr stiefmütterlich behandeln (allerdingsbewußt, da wir ja ein “Fast-Food-Kampfsystem” sein wollen).

Eins steht mal ganz klar fest: Michael Rüppel ist einabsoluter Top-Instruktor, mit sehr viel realer Erfahrung, einen hohentechnischen Verständnis und einer wirklich klasse Didaktik – in Sachen SV klareine meiner ersten Empfehlungen im Ruhrgebiet! Darüber hinaus ist er nämlichauch kein Dummschwätzer und echt feiner, grader Kerl!

So, genug geschleimt, was haben wir en detail gemacht:

Wir fingen “fast pünklich” gegen 11.30 an,nachdem auch die letzten Teilnehmer nochmal die Schwerttrötte in der lauschigenKermaikabteilung des Fit & Fight Sports Clubs geleert hatten.

Nach einem kleinen Warm-Up, haben wir uns mit einemSpielchen, naja würde sagen einer Mischung aus Kinderplantschbecken, Jedi-Duellund Hooligan-Schlacht ordenlich was aufdie Mappe gegeben, um die Pumpe auf Betriebstemperatur zu bringen und schon malerst Belastungsspitzen, ausserhalb der Garantiebestimmungen, zu testen.

Dann ging es weiter mit Erläuterungen, was Bodenkampf fürdie Straße bedeutet und was Sport ist, bzw. wo die Interessen und Schwerpunkte,Ziele und Intentionen liegen.

Technisch haben wir dann mit Situationen begonnen, wo wirauf den Boden mussten (durchgezogener Schwitzkasten) und natürlich auch mitSituationen, wo wir auf dem Boden liegen und uns gegen einen stehenden Gegneroder auch zwei verteidigen müssen.

Dieser Part hat mir persönlich am aller besten gefallen.Die Techniken mit denen Micha es versteht, einen stehenden Gegener auch auf denBoden zu bringen und dort blitzschnell zu finalisieren, kannte ich in dieserForm noch nicht und werde es ganz sicher in unseren Selbstverteidigungsunterricht,als auch in unser MMA-Game integrieren.

Dieses Kapital hatte allerdings auch einen kleinenWehrmutstropfen, denn mir wurde wieder einmal deutlich bewußt, dass wenn man amBoden liegt, die Chance gegen zwei ambitionierte Angreifer mit Können zubestehen, fakisch null ist. Gott lob, sind die meisten eben keine”Könner”.

Weiter ging es dann mit Würge- und Schlagangriffen, dieuns in der Bottom-Postion in Mount oder Guard, wiederfahren können und derenEscapes. Auch hier ein ganz großes Lob an Krav Maga Street Defence – optimaleLösungen, die mir besser gefallen als andere, was ich bisher gesehen habe oderauch aus anderen Krav Maga Richtungen kenne.

Natürlich wurden die Dinge nicht nur technisch, sondernauch unter Druck/Stress Krav Maga-like eingeschliffen.

Dannach haben wir uns dem Thema Messer zugewandt. Sprich,was ist zu tun, wenn wir in der Guard oder Mount ein Messer an der Kehle habenoder auch was ist, wenn der Gegner uns attakiert mit Stichen zu den Rippen,Hals oder zum Gesicht.

Micha hat keinen Hehl daraus gemacht, dass es Notlösungensind und man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch verletzt wird; dennoch diegezeigten Techniken haben überzeugt, wenn vielleicht auch hier nicht mit dertypischen Krav Maga Simplizität. Gut, müssen wir diese halt intensiver üben.Dennoch auch hier das beste, was ich bisher gesehen habe, was nicht wenig ist.

Zum Schluss gab es noch eine nette Übung für die Upa, dieganz sicher schon jetzt Standard in meinen Trainings sein wird!!

Alles in allem ein super Tag mit einem klasse Instructorund vielen neuen Eindrücken. Micha, und ich denke ich spreche für alleSeminarteilnehmer, bei uns bist Du immer herzlich willkommen.

Krav Maga ist für mich Krav Maga Street Defence aus Essen!

Hoffe euch hat der Bericht gefallen und kann nur jedemClub empfehlen, die Ego-Brille abzunehmen und den Michael mal einzuladen – es lohnt sich 100%!!

Gruß,
Eric